Caroli Quinti Romanorum Imperatoris Invictissimi Constitutiones Criminales, vulgo Peinliche Halsgerichts-Ordnung– 1716 - Erstausgabe
Caroli Quinti Romanorum Imperatoris Invictissimi Constitutiones Criminales, vulgo Peinliche Halsgerichts-Ordnung– 1716 - Erstausgabe
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Autor: Jacob Friedrich Ludovici
Sprache: Deutsch/Latein
Verlag: Johann Gottfried Renger, Halle, 1716
Im Zentrum steht die Constitutio Criminalis Carolina, die 1532 unter Kaiser Karl V. verabschiedete Straf- und Strafprozessordnung des Heiligen Römischen Reiches. Sie gilt als eines der wichtigsten frühen allgemeinen deutschen Strafgesetzbücher. „Peinlich“ hatte damals nicht die heutige Bedeutung, sondern leitet sich von poena – Strafe – ab und bezeichnete insbesondere die Strafgerichtsbarkeit über schwere Verbrechen sowie Leibes- und Todesstrafen.
Behandelt werden beispielsweise Mord, Totschlag, Diebstahl, Raub, Brandstiftung und andere schwere Straftaten, aber ebenso Gerichtsverfahren, Beweisführung, Verhöre, Geständnisse und die damals zulässige Anwendung von Folter. Das Werk ist deshalb heute eine wichtige Quelle zur Geschichte des deutschen Strafrechts und der frühneuzeitlichen Gerichtsbarkeit.
Praktische Anmerkungen von Jacob Friedrich Ludovici, die Bambergische Halsgerichtsordnung („Mater Carolinae“) sowie die Brandenburgische Halsgerichtsordnung („Soror Carolinae“)
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